Lena Marie Radu

Mein Weg aus der Pfalz über Siegen in die Idylle Augsburgs ist für mich gleichzeitig mein Weg zur veganen Ernährung und zu "Peace Food".

Vegetarisch ernährte ich mich immer wieder phasenweise, doch zu Beginn des Jahres 2014 spürte ich Veränderungen in meinem Ernährungsbewusstsein. Ich stellte mir immer öfter die Frage, was liegt da eigentlich auf meinem Teller? Wovon ernähre ich mich?

Käse und Milchprodukte waren nicht weg zu denken aus meiner Nahrung und so verschwand im Frühjahr erstmal das Fleisch konsequent von meinem Speiseplan, wenige Wochen später der Fisch.

Im August stieß ich auf eine Broschüre über vegane Ernährung, las auf der Rückseite: "4 Wochen ausprobieren und Wunder erleben". 

So geschah es und die Wunder ließen nicht lange auf sich warten. Schon wenige Tage nach der Umstellung verfeinerte  sich mein Körperbewusstsein und eine neue Dankbarkeit stellte sich ein.

Diese Dankbarkeit wurde immer klarer und so wusste ich sehr bald, ich bleibe bei der pflanzlichen

Ernährungsweise. Dieses neue Gefühl der Leichtigkeit und Freude möchte ich seither nicht mehr missen.

Das Zubereiten der Lebensmittel, das Kochen und Backen entwickelten sich zu einem neuen Fokus in meinem Leben, der sich immer stärker festigte. Hinzu kam die Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung auf der intellektuellen Ebene.

Seit Oktober 2014 bin ich Teil des Kochteams im Grandhotel Cosmopolis und habe in diesem für mich mittlerweile sehr vertrauten Ort einen idealen Raum gefunden um zu erlernen, was mir für die Kochschule so wertvoll ist: Kochen im Team und auf die Bedürfnisse der Anderen eingehen, intuitiv kochen mit dem was gerade da ist, dank letzterem hat sich mein kreatives Potenzial weiter entfaltet. Auch das Kochen für große Gruppen ist etwas, das ich im Grandhotel lernen durfte.

Im März reiste ich nach Mallorca wo ich der veganen Pension "Villa Vegana" mit kochen durfte und lernte, wie man konventionelle Gerichte veganisieren kann. Die Tricks grenzten in meiner damaligen Wahrnehmung fast an Zauberei.

Im November 2014 lernte ich das Buch "Peace Food" von Rüdiger Dahlke kennen, dessen Leküre mich sehr beeindruckte, da es die gesundheitliche, die ethische und die spirituelle Dimension der veganen Ernährung zusammen führt.

Im Mai habe ich bei Dahlke ein einwöchiges Seminar zum Thema "Peace Food" belegt, im Juli habe ich das Seminar zur Kochtheorie in seinem Daseinszentrum TamanGa besucht.

Dort lernte ich Sebastian Copien kennen, der die vegane Kochschule in München besitzt. Er hat mich inspiriert und motiviert, auch in Augsburg eine vegane Kochschule zu eröffnen. Schnell waren der Name "Veganesha" und das Logo der Zuchhini mit ihrer Blüte da und im Septmber hielt ich den ersten Kochkurs ab, im Oktober folgte das erste Catering. Der Grundstein war gesetzt.

Dank all der Seminare, vieler Inspirationen, täglichen Kocherfahrungen und intensivem Austausch und Erleben auf der kulinarischen Ebene, sehe ich es heute als eine wunderbare Chance, über Veganesha mein praktisches und theoretisches Wissen über die pflanzliche Ernährung weiter zu geben und freue mich immer wieder über die Aussage, dass das ja alles so lecker sei und gar nicht vegan schmecke...

 

 

mehr lesen über meine Philosophie des friedlichen Essens kannst Du in diesem Interview in der Augsburger Allgemeinen

Zeitung:


http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Vegane-Koechin-Kann-man-Frieden-essen-id35702597.html